Risiko- und Sicherheitshinweise bei Bergtouren und alpinen Reisen
Natürlich wäre es am sichersten kein Fahrrad zu fahren, nicht ins Auto zu steigen, kein Flugzeug sowie keinen Zug zu betreten und einfach den Tag zuhause gemütlich auf dem Sofa zu verbringen. Leider, oder zum Glück, liegt dies nicht in der Natur des Menschen. Wir möchten unser Leben genießen, soziale Kontakte pflegen, Urlaub machen und auch das ein oder andere Abenteuer in der Natur genießen. Insbesondere die Menschen unter uns, die ihre freie Zeit in den Bergen beim Wandern, Bergsteigen, Klettern Hochtouren gehen, Skifahren, Skitouren gehen, Eisklettern oder auf Trekkingreisen verbringen setzen sich dabei unausweichlich einem erhöhen Risiko aus.
Die Buchung einer Veranstaltung bei der Alpinschule Garmisch beinhaltet für Sie u.a. die Führung durch geschultes Fachpersonal, welches in Sachen Risikomanagement, Unfallprävention und Notfallmanagement ausgebildet ist. Nichts desto trotz verbleibt bei jeder Veranstaltung ein gewisses Restrisiko, über welches wir Sie im Folgenden aufklären und informieren möchten:
Bei all unseren Tourenangeboten finden Sie eine detaillierte Beschreibung zur Tour mit klaren Angaben zu den Anforderungen an die Teilnehmer und der benötigten Ausrüstung. Lesen Sie sich diese Hinweise bitte sorgfältig durch.
Achten Sie bei der Auswahl der Tour auf eine selbstkritische Einschätzung ihrer technischen und konditionellen Fähigkeiten. Eine entsprechende Vorbereitung auf die Tour erhöht nicht nur die Erfolgschancen und die wahrgenommene Freude während der Tour, sondern trägt auch maßgeblich dazu bei das Restrisiko auf der Tour zu minimieren.
Beachten Sie bitte, dass sich bei jeder Veranstaltung die Anforderungen an die Teilnehmer, die objektiven Gefahren sowie Dauer der Tour und die generelle Schwierigkeit aufgrund von schlechten Wetterverhältnissen oder akuten schwierigen Tourenverhältnissen stark erhöhen können.
Bei allen Touren und Reisen der Alpinschule Garmisch muss trotz unseres aktiv betriebenen Risikomanagements, bezogen auf den Alltag der meisten Menschen, von einem grundsätzlich erhöhen Risiko ausgegangen werden, einen Unfall zu erleiden oder sich – ggf. auch tödlich – zu verletzen.
Jeder Teilnehmer akzeptiert mit seiner Buchung, dass er zum einen während der Tour einem erhöhten Risiko ausgesetzt ist und zum anderen, auch bei einer geführten Tour dennoch eigenverantwortlich handelnd unterwegs ist. Jedem Teilnehmer muss klar sein, dass die Buchung einer geführten Bergtour oder Bergreise nicht gleichzusetzen ist mit dem Kauf eines Tickets für eine Stadtführung oder dem Eintritt in einem Freizeitpark.
Im Falle einer Verletzung oder eines Unfalls in den Bergen kann aufgrund diverser technischer Schwierigkeiten sowie den Wetterverhältnissen eine Rettung unter Umständen nur eingeschränkt, zeitlich stark verzögert oder auch gar nicht möglich sein.
Im alpinen Gelände trifft man auf diverse Gefahren wie Steinschlag, Eisschlag, Wächtenbrüche, generelle Absturzgefahr, Spaltenstürze am Gletscher, Lawinengefahr, Erdrutsche und Muren etc. Diese nicht abschließende Aufzählung verdeutlicht, dass auch durch noch so sogfältige Planung und hochqualifizierte Tourguides keine absolute Sicherheit gewährleistet werden kann.
Zu 100% sicher ist nur die Bergtour, die man nicht durchgeführt hat. Wir als Bergschule und Anbieter von Bergreisen betreiben mit guter Vorabplanung und qualifiziertem Führungspersonal eine Strategie der Risikominimierung. Ein gewisses Restrisiko verbleibt allerdings immer und ist von jedem Teilnehmer zu akzeptieren.
Wir empfehlen daher vor einer Buchung folgende Punkte zu beachten:
- Die Tourenbeschreibung muss komplett und sorgfältig gelesen werden, insbesondere im Hinblick auf die „Anforderungen an die Teilnehmer“ und die entsprechend „benötigte Ausrüstung“.
- Sofern Vorerkrankungen bekannt sind, sollte jeder Teilnehmer in Abstimmung mit seinem Hausarzt bzw. Facharzt abklären, ob seine körperliche und psychische Verfassung eine Teilnahme an der Tour erlauben. In jedem Fall ist die Alpinschule Garmisch und auch die Führungsfachkraft auf der Tour über Vorerkrankungen zu informieren.
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Jeder Teilnehmer sollte prüfen, ob ein für die Veranstaltung adäquater Versicherungsschutz in Bezug auf die folgenden Versicherungen besteht:
- Krankenversicherung bzw. Auslandskrankenversicherung
- Unfallversicherung inkl. Bergekosten, Rücktransport, Verdienstausfall
- Reiserücktrittsversicherung bzw. Reiseabbruchversicherung
- ggf. Lebensversicherung
- Jeder Teilnehmer sollte prüfen, ob im Falle eines Unfalls eine Patientenverfügung bei den Angehörigen bzw. entsprechenden Personen vorliegt oder diese im Vorfeld noch verfasst werden soll.
@ Alpinschule Garmisch GmbH & Co.KG